Mit ihrem Triumph bei den Kongresswahlen haben die Demokraten ganz neue Optionen. Es wird ungemütlicher für Trump, das scheint sicher. Aber was ist mit einem neuen Impeachment? Das hat nicht viele Fans.
Die Demokraten fahren bei den US-Zwischenwahlen einen haushohen Sieg gegen die Republikaner ein. Dagegen wird Donald Trump für seinen Iran-Krieg und die hohen Lebenshaltungskosten abgestraft. Der US-Präsident wird bei der Wahl Opfer seiner eigenen Fehler.
Der Ausgang der Kongresswahlen verändert die Machtverhältnisse in Washington grundlegend. Für Donald Trump könnte das schon bald unangenehme Folgen haben: Die neue Mehrheit erhält Instrumente, mit denen sie zwielichtige Vorgänge untersuchen wird.
Der Kampf um den Senatssitz in Alaska hat unter anderem Schlagzeilen gemacht, weil gleich zwei Dan Sullivans antraten. Die Republikaner wittern Wahlmanipulation. Dem zum Trotz wird es ein extrem knappes Rennen. Die Auszählung könnte sich wegen der einzigartigen Regeln des Staates noch Wochen ziehen.
Erst kürzlich appelliert Ex-Präsident Barack Obama eindringlich an die Amerikaner: Die Midterms seien eine Notbremse, um "zumindest einen Teil des Wahnsinns" der Trump-Präsidentschaft einzudämmen. Jetzt fordert er die Demokraten dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln.
Weder der Kreml noch seine Propagandisten sind normalerweise um Kommentare zur US-Politik verlegen. Umso auffälliger ihr Schweigen am Morgen nach den Zwischenwahlen. Andere äußern sich umso fleißiger. Bei allen unterschiedlichen Einschätzungen: Optimismus macht sich in Russland jedenfalls nicht breit.
2024 gewinnt Donald Trump Mississippi mit 23 Prozent Vorsprung. Nur zwei Jahre später geht es bei der Senatswahl dagegen auf ein wahnsinnig knappes Fotofinish zu. Gerechnet hatte damit kaum jemand. Besonders brisant: Die beiden Kandidaten haben eine gemeinsame Vorgeschichte.
Das einst so enge Verhältnis zwischen Donald Trump und seinem Lieblingssender Fox News bekommt weitere Risse. Die Berichterstattung über die Zwischenwahlen passt dem US-Präsidenten überhaupt nicht. Der Republikaner lässt sich daraufhin zu mehreren Tiraden hinreißen.
Rund eine halbe Milliarde Dollar ließ Techmilliardär Musk in den Wahlkampf der US-Republikaner fließen. Jetzt verlieren diese in beiden Kongresskammern die Mehrheit. Musk gibt sich gelassen.
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