Die Demokraten fahren bei den US-Zwischenwahlen einen haushohen Sieg gegen die Republikaner ein. Dagegen wird Donald Trump für seinen Iran-Krieg und die hohen Lebenshaltungskosten abgestraft. Der US-Präsident wird bei der Wahl Opfer seiner eigenen Fehler.
Der Kampf um den Senatssitz in Alaska hat unter anderem Schlagzeilen gemacht, weil gleich zwei Dan Sullivans antraten. Die Republikaner wittern Wahlmanipulation. Dem zum Trotz wird es ein extrem knappes Rennen. Die Auszählung könnte sich wegen der einzigartigen Regeln des Staates noch Wochen ziehen.
Sie haben jahrzehntelange demokratische Amtsinhaber abgelöst, Republikaner-Hochburgen für sich gewonnen und trotz Schmutzkampagnen gewonnen. Bei den Midterms triumphierten eine Reihe von Demokraten, die künftig eine größere Rolle in der Partei spielen könnten.
Erst kürzlich appelliert Ex-Präsident Barack Obama eindringlich an die Amerikaner: Die Midterms seien eine Notbremse, um "zumindest einen Teil des Wahnsinns" der Trump-Präsidentschaft einzudämmen. Jetzt fordert er die Demokraten dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln.
Die Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen ist allumfassend. In Repräsentantenhaus und Senat verlieren sie die Mehrheit, Gouverneursposten gehen an die Demokraten. Das geht zu 100 Prozent auf das Konto eines Mannes.
2024 gewinnt Donald Trump Mississippi mit 23 Prozent Vorsprung. Nur zwei Jahre später geht es bei der Senatswahl dagegen auf ein wahnsinnig knappes Fotofinish zu. Gerechnet hatte damit kaum jemand. Besonders brisant: Die beiden Kandidaten haben eine gemeinsame Vorgeschichte.
Das einst so enge Verhältnis zwischen Donald Trump und seinem Lieblingssender Fox News bekommt weitere Risse. Die Berichterstattung über die Zwischenwahlen passt dem US-Präsidenten überhaupt nicht. Der Republikaner lässt sich daraufhin zu mehreren Tiraden hinreißen.
Rund eine halbe Milliarde Dollar ließ Techmilliardär Musk in den Wahlkampf der US-Republikaner fließen. Jetzt verlieren diese in beiden Kongresskammern die Mehrheit. Musk gibt sich gelassen.
Die Presse im Westen ist sich weitgehend einig: Die Midterms sind für die Republikaner ein "epochales Debakel", US-Präsident Trump hat sich selbst ein Bein gestellt. Nun müsse er sich seiner "politischen Vergänglichkeit" stellen, die Folgen könnten unabsehbar sein.
Multimedia News
Dieser RSS-Feed wurde umgestellt. Bitte abonnieren Sie die neuen CHIP-Feed-Adressen. Eine Liste und Anleitung finden Sie unter: https://www.chip.de/news/rss-feeds-von-chip_016f5d67-7cf4-447c-9177-d9b959a627a0.html