Die US-Republikaner erleiden eine desaströse Niederlage bei den Kongresswahlen und verlieren beide Kammern in dramatischer Weise an die Demokraten. Präsident Trump hat den Draht zur Basis verloren. Die Wähler schicken einen blauen Tsunami übers gesamte Land.
Die Aussichten auf einen demokratischen Sieg bei den US-Zwischenwahlen waren gut, doch dieses Ergebnis überrascht selbst eingefleischte Strategen: Hochrechnungen zufolge nehmen die Demokraten den Republikanern das Repräsentantenhaus und den Senat ab. Und zwar deutlich.
Die Wählerinnen und Wähler der USA verhelfen den Demokraten zu mehr Einfluss - sowohl im Kongress als auch im Senat. Sie können nun die Politik von Donald Trump teilweise blockieren. Und dennoch: Dem US-Präsidenten bleibt viel Macht.
Donald Trump tritt nach der republikanischen Wahlschlappe nicht vor das Volk. Doch er telefoniert munter mit Medienvertretern und schickt auf Truth Social Nachrichten in die Welt. Online ärgert er sich über Fox News und beschimpft die Demokraten. Dann lobt er gegenüber Fox News die Demokraten.
Das einst so enge Verhältnis zwischen Donald Trump und seinem Lieblingssender Fox News bekommt weitere Risse. Die Berichterstattung über die Zwischenwahlen passt dem US-Präsidenten überhaupt nicht. Der Republikaner lässt sich daraufhin zu mehreren Tiraden hinreißen.
Der Fraktionschef der US-Demokraten im Repräsentantenhaus will die Verantwortlichen für Korruption "zur Rechenschaft ziehen": Hakeem Jeffries macht der Regierung von Präsident Trump eine klare Ansage. Bald dürfte er als "Speaker of the House" Geschichte schreiben.
Das Ergebnis der Midterms ist für das Trump-Lager eine Katastrophe. Heimatschutzminister Mullin kündigt nun an, noch einmal alle Wahlprotokolle "durchzugehen". Die rechtliche Grundlage dafür ist unklar.
In der republikanischen Hochburg Texas gewinnen die Demokraten zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Gouverneurswahl - trotz prominenter Unterstützer und praller Wahlkampftöpfe von Amtsinhaber Abbott. Vor allem ein Thema konnte Wahlsiegerin Hinojosa für sich nutzen.
Die Demokraten haben im US-Bundesstaat Georgia seit 1998 keine Gouverneurswahl mehr gewonnen. Nun sorgen die Wähler gleich in mehrerlei Hinsicht für ein historisches Ergebnis.
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