Von der Minderheitsregierung, die AfD-Chefin Weidel am Wahlabend ins Spiel gebracht hat, ist keine Rede mehr. Wahlsieger Siegmund gibt das Ziel auf, nur mit absoluter AfD-Mehrheit zu regieren. Jetzt setzt er darauf, dass BSW oder einzelne Abgeordnete ihm helfen, "einhundert Prozent" AfD-Positionen umzusetzen.
Der Finanzinvestor Aurelius und das Land Niedersachsen übernehmen das Osnabrücker VW-Werk. Der Standort soll schrittweise zum Rüstungsstandort werden. Als erstes Projekt ist eine Kooperation mit dem israelischen Iron-Dome-Hersteller geplant.
Am Vormittag soll eine EU-Expertengruppe unter der Leitung von Kaja Kallas zusammenkommen. Ihr Ziel: Lücken in Europas militärischen Fähigkeiten schneller schließen. Doch nur wenige Stunden vor dem ersten Treffen kippt der Plan.
Aus Moskau schauen viele Augen auf den Ausgang der gestrigen Wahl. Russische Medien sehen Siegmund im Amt und Merz in der Sackgasse. Der Kreml aber bleibt merkwürdig still.
Die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD holt bei der Landtagswahl rund 44 Prozent der Stimmen. Bayerns Ministerpräsident Söder spricht nach dem deutlichen Sieg von einer "Zäsur". Für die CDU in Magdeburg und die Bundesregierung hat er Ratschläge.
Wer wird Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt? Angesichts des Wahlergebnisses ist das Verhalten des BSW bei einer Abstimmung über einen Kandidaten im neu gewählten Landtag entscheidend. Laut Spitzenkandidat Schulze würde die Wagenknecht-Partei einen AfD-Ministerpräsidenten zumindest nicht verhindern.
So groß war die internationale Aufmerksamkeit für Sachsen-Anhalt wohl noch nie: Auf den Wahlsieg der AfD folgen zahlreiche Gratulationen aus Europas rechtspopulistischen Parteien. Andere Europäer zeigen sich besorgt - möglicherweise aus Angst vor den Entwicklungen im eigenen Land.
Unmittelbar nach dem klaren Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt werden die Forderungen aus der SPD-Führung lauter, die Reformpläne der Bundesregierung auf den Prüfstand zu stellen. Die Union pocht dagegen auf die Umsetzung.
Erst der Golf von Mexiko, dann der Ontariosee, nun New Mexiko? Ein Post deutet auf neue Namenswünsche des US-Präsidenten hin. Die Gouverneurin des betroffenen Bundesstaats kontert umgehend.
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