Am Sonntagabend sitzen die Ministerpräsidenten der CDU mit Kanzler und Parteichef Merz in der Parteizentrale zusammen. Danach treffen sie sich ein weiteres Mal - ohne Merz. Gastgeber ist ein Merz-Kritiker.
Die Linke hat ein Antisemitismus-Problem, die AfD wirkt als Putins verlängerter Arm in Deutschland. Das BSW poltert gegen Israel und die Ukraine. Alle drei Parteien dürfen sich als Gewinner der Landtagswahlen im Herbst fühlen. Das ist die gemeinsame Klammer, die zu lange übersehen wurde.
Zwei Wahlen, die Geschichte schreiben: In Mecklenburg-Vorpommern fliegt die CDU erstmals aus einem Landtag, in Berlin schwingt sich die Linke zur roten Macht auf. Der Kanzler steuert mit dem Kopf zielsicher die Wand an und die SPD kann nicht einmal "Manu" retten. Sechs Lehren aus dem Wahlabend in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern:
Der Bundeskanzler hat am frühen Wahlabend eine Botschaft: Reformen jetzt erst recht! Doch am späten Abend wird klar: Die CDU fliegt erstmals aus einem Landtag. Nun wird das Eis doch dünner.
Die Berliner Linke will große Wohnungskonzerne vergesellschaften. Die Bundesregierung plant ein Verbot - doch Juristen bezweifeln, dass der Bund dafür zuständig ist. Am Ende könnte Karlsruhe entscheiden.
Bei der offenen Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln schaut neben dem Chef des Remmo-Clans auch eine andere problematische Person vorbei: der antiisraelische Aktivist Ibrahim Ibrahim. Der lässt mit zahlreichen öffentlichen Aussagen in den vergangenen Jahren keinerlei Zweifel an seiner Gesinnung.
Getrübter Wahlsieg der Linken in Berlin: Auf der Wahlparty der Partei im Bezirk Neukölln taucht der Chef des Berliner Remmo-Clans auf. CDU und Grüne kritisieren den Besuch. Linken-Spitzenkandidatin Eralp stellt klar, wie sie dazu steht.
Weil die SPD sie nicht über die Bezirksliste absichert, verliert Franziska Giffey ihren Parlamentssitz. Am Ende fehlen wenige Hundert Stimmen. Wie es politisch für die frühere Regierende Bürgermeisterin weitergeht, ist offen.
Russland hat gewählt und das System das bestellte Ergebnis geliefert. Wer für Frieden und damit gegen Wladimir Putin war, dem blieb im Wahllokal nur der Gestus des stillen Protests.
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