Mit ihrem Triumph bei den Kongresswahlen haben die Demokraten ganz neue Optionen. Es wird ungemütlicher für Trump, das scheint sicher. Aber was ist mit einem neuen Impeachment? Das hat nicht viele Fans.
US-Präsident Trump deutet es am Abend der Wahlniederlage selbst an, sein Vize wird noch einmal sehr viel deutlicher: JD Vance erklärt, der Iran-Krieg sei schuld, dass die Republikaner beide Parlamentskammern verloren haben.
Elon Musk hat den Wahlkampf der Republikaner mit mehreren Hundert Millionen Dollar unterstützt. Doch statt eines politischen Sieges gibt es eine krachende Niederlage - auch in seiner Wahlheimat Texas. Der Tech-Milliardär reagiert mit Galgenhumor und witzelt über attraktive Geschäftsfelder im All.
Donald Trump versucht bereits im vergangenen Jahr mit einer "Gerrymandering"-Kampagne die republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus zu sichern. Doch die Strategie verpufft völlig. Die Demokraten triumphieren.
Anders als viele seiner republikanischen Kollegen gewinnt Mike Johnson seinen Wahlkreis bei den Midterms. Die neue Fraktion im US-Repräsentantenhaus möchte er aber dennoch nicht anführen. Zwei potenzielle Nachfolger haben sich offenbar schon in Stellung gebracht.
Erst kürzlich appelliert Ex-Präsident Barack Obama eindringlich an die Amerikaner: Die Midterms seien eine Notbremse, um "zumindest einen Teil des Wahnsinns" der Trump-Präsidentschaft einzudämmen. Jetzt fordert er die Demokraten dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln.
Der Ausgang der Kongresswahlen verändert die Machtverhältnisse in Washington grundlegend. Für Donald Trump könnte das schon bald unangenehme Folgen haben: Die neue Mehrheit erhält Instrumente, mit denen sie zwielichtige Vorgänge untersuchen wird.
Der Kampf um den Senatssitz in Alaska hat unter anderem Schlagzeilen gemacht, weil gleich zwei Dan Sullivans antraten. Die Republikaner wittern Wahlmanipulation. Dem zum Trotz wird es ein extrem knappes Rennen. Die Auszählung könnte sich wegen der einzigartigen Regeln des Staates noch Wochen ziehen.
Weder der Kreml noch seine Propagandisten sind normalerweise um Kommentare zur US-Politik verlegen. Umso auffälliger ihr Schweigen am Morgen nach den Zwischenwahlen. Andere äußern sich umso fleißiger. Bei allen unterschiedlichen Einschätzungen: Optimismus macht sich in Russland jedenfalls nicht breit.
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